Die stufenweise Wiedereingliederung in das Erwerbsleben

Maßnahmen zur stufenweise Wiedereingliederung in das Erwerbsleben

Wiedereingliederungsmaßnahmen:

das bedeutet die stufenweise Eingliederung in den Arbeitsprozess nach langer Krankheit.

Die Beratung zur stufenweisen Wiedereingliederung zielt auf eine berufliche Rehabilitation. Ziel ist nach länger andauernder Arbeitsunfähigkeit die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern. Grundlage für die berufliche Rehabilitation ist das SGB IX.

Die Vorgehensweise sieht wie folgt aus:

  • Einem Arbeitsversuch muss als erstes aus medizinischer Sicht zugestimmt werden. Dafür erstellt der Arzt einen „Wiedereingliederungsplan“, aus dem hervorgeht, mit welcher Stundenzahl der Patient beginnt und zu welchem Zeitraum die Arbeitszeit wie gesteigert werden soll.
  • Nach Unterschrift des Patienten wird dieses Antragsformular bei der Krankenkasse eingereicht.
  • Nach Zustimmung der Krankenkasse (meist nach kurzer Rücksprache mit dem medizinischen Dienst) leitet diese den Antrag zum Arbeitgeber weiter.

Nach Genehmigung des Arbeitgebers, die normalerweise kein Problem darstellt (er hat ja in diesem Fall keine zusätzlichen Kosten) kann die Wiedereingliederungsmaßnahme starten.
Diese Art von Rehabilitation kann über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten laufen und nach Zustimmung des medizinischen Dienstes der Krankenkasse auch verlängert werden.

Während der Wiedereingliederung gilt der Arbeitnehmer nach wie vor als arbeitsunfähig und erhält aus diesem Grund auch nur das normale Krankengeld.
In der Regel wird die stufenweise Wiedereingliederung nur in der Zeit durchgeführt, in der Anspruch auf Krankengeld besteht.

Ihre Ansprechpartnerin: Gisela Tiede, Tel. 3890