Betreuungsrecht

Vom Betreuungsrecht betroffen sind erwachsene Menschen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr selber regeln können und deshalb auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Das Betreuungsrecht will den betroffenen Personen damit den notwendigen Schutz und die erforderliche Fürsorge gewährleisten, ihnen zugleich aber auch ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmung erhalten. Betreuung ist keine Entmündigung!

Die Betreuung darf nicht länger als notwendig dauern. Sie ist aufzuheben, wenn die Voraussetzungen für die Betreuung entfallen. Spätestens nach fünf Jahren muss über die Aufhebung oder Verlängerung einer Betreuung entschieden werden.

Eine Betreuung muss nicht eingerichtet werden, wenn eine Vorsorgevollmacht vorliegt.

Vorsorgevollmacht

Ein Unfall, ein Herzinfarkt, eine größere Operation oder andere Krankheiten und Behinderungen können jeden Menschen unerwartet treffen. Dies kann zu Situationen führen, in denen Sie zeitweilig oder auf Dauer nicht mehr aus eigener Kraft entscheiden und handeln können.

Auch Ehepartner und Verwandte können in dieser Situation nicht automatisch rechtlich wirksame Entscheidungen in Ihrem Sinne treffen. Sie können das nur, wenn Sie ihnen vorher eine Vollmacht dazu erteilt haben.

Um spätere Lebensentscheidungen auf jeden Fall mitzubestimmen, sollten Sie daher im Voraus Willenserklärungen abgeben und Richtlinien festlegen.

Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Schneider, Tel.: 3993

Vorsorgevollmacht

Für den Fall, dass ich außer Stande bin, meinen Willen zu bilden oder zu äußern, be-
nenne ich hiermit als Person meines besonderen Vertrauens:

und erteile ihr hiermit Vollmacht, an meiner Stelle mit der behandelnden Ärztin oder dem
behandelnden Arzt alle erforderlichen Entscheidungen abzusprechen.

Die Vertrauensperson soll meinen Willen einbringen und in meinem Namen Einwendungen vortragen, die die Ärztin oder der Arzt berücksichtigen soll. Sie darf auch die Krankenunterlagen einsehen und in deren Herausgabe an Dritte einwilligen.

Zu diesem Zweck entbinde ich die mich behandelnden Ärztinnen oder Ärzte und deren nicht ärztliche Mitarbeitende gegenüber meiner Vertrauensperson von der Schweigepflicht.

Diese Vorsorgevollmacht ist jederzeit ohne besondere Form widerruflich.

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